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Geschrieben von skippie am 15.11.2003 um 17:37:
Autofahrer vs. Radler
Aufgrund meiner Erfahrungen und Erlebnisse und den Postings von Euch in anderen Themenbereichen, mach ich diesen hier auf. Hier kann sich jeder frisch und frei den Frust von der Radfahrerseele schreiben, wenn er mal wieder von einem autofahrenden Mitmenschen vollgeblubbert oder ausgebremst wurde...
So kann der sensible Radler das Erlebte auch besser verarbeiten und rastet nicht irgendwann unkontrolliert aus, weil das sprichwörtliche Fass überläuft...
Gruss Skippie
Geschrieben von Kalmit am 15.11.2003 um 19:18:
...
...ich bin ja wie viele andere auch BEIDES. Aber die Jahre haben mich abgehärtet, ich bin da inzwischen ziemlich unempfindlich;, reg mich nie groß auf. Warum auch! Schüttle kurz mit dem Kopf und denk mir meinen Teil über diesen bedauernswerten Typen! Im Auto als auch auf dem Rad! Erst letzten Donnerstag fuhr ich noch schnell mit dem Auto zwei Klassenkameraden nach Hause - u. als ich kurz am Straßenrand anhielt, musste hinten ein dicker Benzfahrer gleich Hupe und Lichthupe aktivieren - wg. 15 sec. Stop!

Die andern haben mich gefragt, warum ich mich da nicht drüber aufregen würde...?!
Ansonsten - hier in der Stadt oder Umgebung hab ich aber nur ganz, ganz selten mal nen Schwachkopp von Autofahrer, dem meine Radfahrerei nicht gefällt! Ansonsten sind hier in der Gegend die meisten ziemlich radfahrerfreundlich und nehmen auch sehr Rücksicht. Obwohl - oder gerade weil hier in unserer nirgendwo flachen 7-Hügel-Stadt nur ganz wenige das Rad zur Fortbewegung nutzen! Die meisten Normalradfahrer trauen sich auch einfach nicht auf die Straßen in der Innenstadt, dass ist nur was für "Profis"!
Probleme hab ich meistens eher mal in Baden oder in der flachen Vorderpfalz... wenn man da nicht gleich auf nem vorgesehenen Radweg fährt, wird man sofort gleich angehupt und blöd angepöbelt - und das mehrmals - dort herrschen wohl andere Gesetze. Hier ist das den meisten egal! Und im nahen Frankreich ist das eh alles kein Problem...
Geschrieben von Petersen am 15.11.2003 um 19:30:
Ich stimme Kalmit völlig zu. mit der Zeit härtet man ab. Ich weiss nicht wie oft ich angehupt werde weil leute der Meinung sind ich müßte den Radweg auf der anderen Strassenseite in der verkehrten Richtung befahren. Ich beachte das einfach nicht mehr und fahre meinen Weg weiter. Sauer ist in diesen Situationen immer nur der Autofahrer.
Da ich aber auch Autofaher bin, reagiere ich natürlich auch wenn ich hinter dem Steuer sitze und einen Radfahrer vor mir habe. Ich werde dann, für die anderen Autofahrer zum absoluten Vorbild im richtigen Verhalten gegenüber Radfahrern. Nicht in Kurven überholen, nicht bei Gegenverkehr überholen, genügend Seitenabstand, u.s.w.
Geschrieben von Kalmit am 15.11.2003 um 19:48:
->
| Zitat: |
Original von Petersen
Da ich aber auch Autofaher bin, reagiere ich natürlich auch wenn ich hinter dem Steuer sitze und einen Radfahrer vor mir habe. Ich werde dann, für die anderen Autofahrer zum absoluten Vorbild im richtigen Verhalten gegenüber Radfahrern. Nicht in Kurven überholen, nicht bei Gegenverkehr überholen, genügend Seitenabstand, u.s.w. |
...wofür sich bei dir die Hintermänner dann sicherlich immer herzlichst für diese beispielhafte Vorführung "bedanken", gelle?!

Ich bin da aber auch äußerst rücksichtsvoll im Vergleich zu anderen Autofahrern. Wir können uns halt in die Lage hineinversetzen - und für den NUR-Autofahrer sind Radfahrer meistens lediglich rechtlose, verkehrsfluss-störende Hindernisse...

Wobei ich aber nochmal sagen muss, dass der größte Teil (95%) der Autofahrer sich normal verhält. Und manchmal trifft man auch ganz nette, die auf ihre Vorfahrt verzichten oder sonstwie übermäßig Rücksicht nehmen!
Bei den Idioten ist es am besten, man schickt ein breites Lächeln hinterher und/oder winkt freundlich - der "du-mich-auch"-Gedanke dabei reicht mir völlig aus!
Und ums nicht zu vergessen - auch unter Radfahrern gibt´s Idioten!
Geschrieben von Fraenki am 15.11.2003 um 20:12:
positives Erlebnis
bin heute auf einer ansteigender Strecke im Ort gefahren.
Denke hatte so etwa 20 km/h. Die Straße relativ eng. Hab aber der
Autofahrerin ( hat sich später herausgestellt ) mehrmals signalisiert,
daß sie überholen kann, hat dies aber erst getan, als die Strecke
kerzengrade war, und sie freie Sicht hatte.
Manch anderer hätte den Versuch unternommen und mich gnadenlos , im Notfall, an die Hauswand gedrückt.
ciao a presto
fraenki
Geschrieben von chriziko am 15.11.2003 um 20:15:
Re: ->
| Zitat: |
Original von Kalmit
Wobei ich aber nochmal sagen muss, dass der größte Teil (95%) der Autofahrer sich normal verhält. |
wenn jeder 20. autofahrer mir nach dem leben trachtet, ist das immer noch entschieden zu viel...
Geschrieben von Raktajino am 15.11.2003 um 21:24:
frustschreiberei...
letzten dienstag auf dem weg zur uni: smart macht tür auf, tür erwischt mich, ich mach bekanntschaft mit dem asphalt. große beule am kopf, 2 tage kopfschmerzen. das einzig positive an der sache: seit ich das röntgen-bild meines kopfes gesehen habe, fühle ich mich meinem schädel viel mehr verbunden als vorher
Geschrieben von Petersen am 15.11.2003 um 23:24:
Hey Rak, wo war der Helm? Kopfschmerzen? Selber schuld!
Geschrieben von chriziko am 15.11.2003 um 23:34:
RE: frustschreiberei...
herr klugscheiß spricht: warum fährst du so nah an den autos? auch kleine autos haben große türen...abstand halten!
Geschrieben von Opa am 16.11.2003 um 00:29:
ich halte es wie Kalmit.........
Es ist ein typisches Verhalten unterschiedlicher Gruppen zwischeneinander.
es gibt einen wissentschaftlichen Begriff dafür Antrophologie?????

HILFE)
Als Fahrradfahrer nerven uns ja auch Inlineskater, Fußgänger und freilaufende Hunde.
Nur Autofahrer (ich bin ja auch einer) sind häufiger vertreten, nehmen alles an Landschaft in Anspruch und sind
EDIT:
Ohne diese verdammten Autofahrer hätten wir ja auch keine Straßen wo wir
fahren könnten......
Geschrieben von Raktajino am 16.11.2003 um 15:32:
RE: frustschreiberei...
petersen, wenn ich mit dem normalen fahrrad im stadtverkehr unterwegs bin, fahr ich immer ohne helm. ich hab vor einiger zeit mal versucht, auch da den helm aufzusetzen, habs aber nich lange durchgehalten...
chriziko - ich hatte noch einen großen abstand. die tür hat mich nur seitlich erwischt. ich war schon auf der mitte der straße, noch weiter rüber und ich wäre im gegenverkehr gelandet.
ABER: aus fehlern wird man klug - ich werde mir jetzt eine neue route suchen, damit ich diese beschissene straße (eng, beparkt, stark befahren) nich mehr nehmen muss.
Geschrieben von Petersen am 16.11.2003 um 19:17:
@ Rak, ich fahre immer mit, auch in der Stadt. Aber ich wollte dir nicht zu nahe treten. Sorry.
Geschrieben von Petersen am 16.11.2003 um 19:18:
@ Hange, Glück oder können?
Geschrieben von crn am 16.11.2003 um 19:20:
@rak: Was hast du denn für nen Helm, dass der im Stadtverkehr stört?
Geschrieben von Raktajino am 16.11.2003 um 19:36:
crn - die eitelkeit... und er umstand, den helm dann immer mit sich rumschleppen zu müssen wenn man irgendwo is.
Geschrieben von crn am 16.11.2003 um 19:43:
God point
Naja, ich bin immer ganz froh, was "sportliches" aufm Kopf zu haben, damit man nicht sieht, dass ich dieses Jahrhundert noch nicht beim Friseur war
Geschrieben von cube am 16.11.2003 um 20:04:
In Frankreich (Bretagne) hatte ich mal ein sehr positives LKW-Erlebnis: Ich bin auf ner engen Straße gefahren, es war Gegenverkehr und gab für den LKW hinter mir keinerlei Überholmöglichkeiten! Dann kam auf der rechten Seite eine ziemliche lange Bushaltestelle, da bin ich dann reingefahren, LKW hat mich überholt, ich konnte ohne Geschwindigkeitsverlust wieder auf die Straße wechseln. Der LKW-Fahrer hat mir dann per 'linksblinken' seinen Dank ausgesprochen: Daran habe ich gesehen, dass es auch ein freundliches Verhältnis zwischen LKW- und Rennradfahrern geben kann. Was ich damit sagen will: Ruhig mal freundlich sein, dann merken manche Autofahrer auch, dass 'wir' garnicht so schlimm sind!
Gegenbeispiel:
Bin mit nem Kumpel ne Straße gefahren, die ganz leciht ansteigt. Gegenverkehr, Tanklaster mit Anhänger nähert sich von hinten und überholt trotz Gegenverkehr und realtiv enger Fahrbahn: Wir hatten noch ca. 30cm Platz zum LKW. Rechts war ein hoher Bordstein, Ausweichen war unmöglich! Ich hab vorne scheiß Panik bekommen weil das ganze war so bei 25km, wir waren flott unterwegs und mein Lenker hat angefangen zu wackeln, also hab ich gebremst, mein Kumpel hinten hat nicht aufgepasst, ist in mich reingerkacht und lag auf der Straße. Das Auto hinter ihm konnte gerade noch bremsen, außerdem hatten wir verdammtes Glück, dass er nicht im Anhänger des Lasters gelandet ist...
Geschrieben von Hangebrauk am 16.11.2003 um 20:55:
| Zitat: |
Original von Petersen
@ Hange, Glück oder können? |
eher können
Geschrieben von chriziko am 17.11.2003 um 07:29:
@petersen: hange springt immer drüber...
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