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Nachdem die "Czech Tour" auf UCI Pro aufgewertet wurde, gönne ich meinem Lieblings-Nachbarland mal einen eigenen Thread.
Heute wurde die Strecke für August 2026 (direkt vor der gleichberechtigten Deutschland Tour) vorgestellt.
Ich kenne das Land ganz gut - aber natürlich eher touristisch als radsportlich.
Was man morphologisch sagen kann: Zwischen zwei tschechischen Orten kann man vielleicht eine flache Straße finden, aber so gut wie immer auch eine andere, die viel hügeliger ist.
Die Ausrichter haben sich für Tschechiens Norden entschieden.
Etapa 1
Praha - Karlovy Vary
War im Vorjahr auch schon so.
Karlovy Vary (Karlsbad) wird von Süden über den Kaiserwald angefahren. Die Etappe endet dann auch im südlich-touristischen Bäderteil der Stadt.
Einfachste Etappe der Rundfahrt, aber eine schöne Erinnerung an Prag-Karlsbad-Prag, das mal das längste Amateur-(also Ostblock-)Eintagesrennen war.
Etapa 2
Mladá Boleslav - Ješt?d (Liberec)
Die einzige große Neuigkeit der Rundfahrt.
Der Ješt?d (Jeschken) ist ein herrlicher 1000-m-Berg knapp südlich des deutsch-polnisch-tschechischen Dreiländerecks.
Skifreunde kennen ihn von der Nordischen WM 2009, als dort die Springen stattfanden.
Gekrönt wird er vom schönsten Turm auf einem Berg, den ich kenne. Der Inbegriff einer Landmarke.
Keine Ahnung, welche Zeitunterschiede Radprofis dort produzieren können. Sicher nicht so große, wie ich ich sie als Wandersmann angemessen fände.
Etapa 3
Pardubice - Dlouhé Strán?
Da geht es wieder mal ins Altvatergebirge. Dlouhé Strán? ist ein Hochwasserbecken für ein Pumpspeicherwerk, das eine Hinführ-Straße hat und deswegen in fast jedem mittelgroßen tschechischen Rennen angesteuert wird.
Mir ist nicht ganz klar, warum sie nicht mal auf den benachbarten Altvater (Praded) selbst fahren - Straße und Ziel wären auch nicht schlechter als auf dem Jeschken.
Etapa 4
Krom??? ΕΎ - Pustevny
Kopie des letzten Jahres. (Falls sich jemand an den sehr spät kommenden Peters erinnert.)
Es geht also in die Beskiden, die schon ein Teil der Karpaten sind und nicht mehr, wie die Zielberge auf Etappe 2 und 3, Teil der Sudeten.
Touristisch muss ich den Zielbereich auslassen, weil ich dort leider noch nie war, aber extrem ans Herz lege ich jedem Zufallsbesucher die Startstadt.
In jedem Fall reden wir hier von einer hügeligen Rundfahrt mit drei Mittelgebirgs-Berg-Ankünften.
Interessant fürs Klassement, weniger spannend für Sprinter und Zeitfahrer.
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