Auf mein gestriges:
"Früher hatte man bei solchem Wetter nicht mal darüber nachgedacht die Etappe abzusagen"
Hatte Herr Doepfel freundlicherweise darauf hin gewiesen, dass es auch in anderen Arbeitsbereichen Fortschritte im Arbeitsschutz gemacht wurden.
Gut, eigentlich ging es mir da gegen das "Früher war alles besser" in Bezug auf die Streckenführung, aber das ist ein anderes Thema.
Nun würde man heute sicher den Radfahrer mit Motorkraft unterstützen, oder das Rennen ganz im Virtuellen abhalten um Sturzverletzungen zu vermeiden.
Die "Fahrer" säßen dann halt wegen der üblichen Rückenprobleme bei sitzender Tätigkeit in der Reha ...
Es gibt imho Grenzen des Arbeitsschutzes!
Bemerkungen wie Greipels bringen mich jedoch dazu das WetterThema wieder Aufzunehmen.
Klar habe ich Verständnis wenn ein Sprinter bei einer solchen Etappe jammert.
Würde ich auch tun.
Aber auch jeder normale Arbeitnehmer, der mit dem Rad zur Arbeit fährt, würde trotz Jammerns weiterfahren müssen.
Eine Bemerkung wie "Please stop that race as nobody wants to see a finish in the snow @UCI_cycling" ist falsch (ich will das sehen!) und gefährdet den Radsport als ganzes.
Trotzdem gibt es klar Grenzen des zumutbaren.
Die sollten auch von der UCI festgelegt sein.
(Schon damit jemand wie Greipel nicht jedesmal an die UCI Appellieren muss, wenn mal gerade nicht sein Lieblingswetter ist. - Hat eigentlich mal Ciolek gefordert, dass es jetzt immer Eis und Schnee geben soll, nachdem er bei diesen Bedingungen MSR gewann?)
Daher wollte ich mal fragen was ihr noch für zumutbar haltet.
Meine Grenzen:
-15° oder Kälter
+45° oder Wärmer
Wind über 60km/h
Hagel über 1cm
kalter starker Regen (+5° oder kälter) für mehr als 4 Stunden
Eisregen
Blitze in weniger als 6 Schallsekunden Entfernung (~2km)
Glatteis auf der Abfahrt.
Schnee bei dem das Rad bis zum Tretlager einsinkt.
Demnächst wird man noch eine Regel zum Sandsturm benötigen, aber da habe ich keine Erfahrung ..
Was meint ihr?