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Zum Ende der Seite springen Sicherheit im Profi-Radsport
Beiträge zu diesem Thema Autor Datum
 Sicherheit im Profi-Radsport Aubisque 11.07.2011 14:21
 RE: Sicherheit im Profi-Radsport Papa Razzo 11.07.2011 14:40
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11.07.2011 14:21

Aubisque
Gruppetto-Fahrer

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Dabei seit: 16.10.2006
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Fan von: Tour de France, GP Buchholz

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Sicherheit im Profi-Radsport

Ich mach mal einen neuen Thread auf, weil ich zu dem Thema hier sonst nichts gefunden habe.

In dem gestrigen SpiegelOnline-Beitrag zu den TdF-Stürzen bin ich auf diese Aussage gestoßen:

Zitat:
Winokurow-Gefährte Tiralongo hingegen hat eine technische Erklärung parat. "Unsere Räder werden immer schneller. Du kannst sie in solchen Situationen einfach nicht bremsen", sagte der Italiener.


Ist dem so? Und gibt es technische Möglichkeiten an den Rädern die Sicherheit zu erhöhen? Wenn man schon über kaum sichtbaren Hilfsmotor in den Rahmen diskutiert, kann man auch über bessere Bremsen u.s.w. nachdenken.


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11.07.2011 14:40

Papa Razzo
Immer positiv, nie getestet

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Fan von: Radsport ohne Additive

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RE: Sicherheit im Profi-Radsport

Zitat:
Original von Aubisque
Ich mach mal einen neuen Thread auf, weil ich zu dem Thema hier sonst nichts gefunden habe.

In dem gestrigen SpiegelOnline-Beitrag zu den TdF-Stürzen bin ich auf diese Aussage gestoßen:

Zitat:
Winokurow-Gefährte Tiralongo hingegen hat eine technische Erklärung parat. "Unsere Räder werden immer schneller. Du kannst sie in solchen Situationen einfach nicht bremsen", sagte der Italiener.


Ist dem so? Und gibt es technische Möglichkeiten an den Rädern die Sicherheit zu erhöhen? Wenn man schon über kaum sichtbaren Hilfsmotor in den Rahmen diskutiert, kann man auch über bessere Bremsen u.s.w. nachdenken.


Naja.
Wer von einem 12 Jahre alten Renner auf ein aktuelles Modell umsteigt, ist zunächst einmal baff über die Bremswirkung - da geht jetzt aber richtig was! Vorausgesetzt, die Kombination Felge/Bremsbelag bringt vernünftig Verzögerung hin. Da seh ich das Problem eher bei den Carbonfelgen, die besonders bei Nässe in Sachen Bremsen heikel sind. Wie stark die Bremsen geworden sind, kann man auch an den Dimensionen der Steuersätze ablesen: 1 1/8 zu 1.25 oder gar 1.5 Zoll sind heute weit verbreitet - und eine Folge davon, dass stärkere Bremsen zu höheren Belastungen in Fahrtrichtung führen.

Die UCI hat Scheibenbremsen für Rennräder freigegeben. Dies stellt die Entwickler vor Herausforderungen: Für die Bremsaufnahmen und die nötigen Verstärkungen an Rahmen und Gabel kommen ganz schnell 500g Gewicht beisammen. Dafür kann man die Laufräder anders und leichter bauen, weil die Felge nicht mehr als Reibungsfläche beim Bremsen herhalten muss. Und das Bremsverhalten wird konsistenter, nimmt nicht bei Nässe stark ab.

Um auf Tiralongo zurück zu kommen: Ich glaub nicht, dass die immer schnelleren Räder das Problem sind, sondern Profis, die immer später in die Bremsen gehen, nach dem Motto "Wer bremst, verliert (ein paar Positionen - wer nicht bremst, verliert vielleicht eine Saison, vielleicht auch das Leben)".

In der Kurve, die gestern Vinokourov, van den Broeck, Zabriskie und Willems zum Verhängnis wurde, hatte 3.30min vorher ein gewisser Johnny Hoogerland schon grösste Mühe - er musste einen Fuss ausm Pedal nehmen und das schlitternde Rad wieder unter Kontrolle bringen. Dass da die sportlichen Leiter (die das aufm Screen im Auto sicher mitbekommen haben) nicht über Funk eindringlich vor dieser Kurve gewarnt haben (Funk soll ja angeblich genau für solche sicherheitsrelevanten Infos unverzichtbar sein), wirft schon Fragen auf.




__________________
http://www.youtube.com/watch?v=kcu6B97A8sc

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Papa Razzo: 11.07.2011 14:41.

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11.07.2011 16:22

adapto
Finisseur

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Herkunft: Berlin

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RE: Sicherheit im Profi-Radsport

Zitat:
Original von Papa Razzo
Die UCI hat Scheibenbremsen für Rennräder freigegeben.

Gilt dies nicht nur fuer die Crosser?

Bessere Bremsen bringen nichts im Strassenradsport. Das Hinterrad kann man jetzt schon blockieren und vorne kann man auch so stark Bremsen, dass man sich ueberschlaegt.

Meiner Meinung nach sind Rennraeder auch nicht irgendwie schneller geworden, sondern die Rennfahrer einfach risikofreudiger.




__________________
Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem Schaf sein.

Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muss sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.
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11.07.2011 17:10

keizersosze
Tour-Sieger

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Dabei seit: 20.02.2002
Herkunft: Berlin
Fan von: Arminia, Hertha, Mesut Özil

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RE: Sicherheit im Profi-Radsport

Gebe noch zu bedenken, dass das Wetter bei der Tour dies Jahr recht schäbbig war. Könnte einen Beitrag zum Sturzfestival geleistet haben.

Und es ist dieses Jahr besonders auffällig, weil es allem Anschein nach überdurchschnittlich viele GK-Fahrer erwischt hat.

Dass heuer riskanter gefahren wird glaube ich nicht, denn das hieße im Umkehrschluß früher sei vorsichtiger gefahren worden. Warum sollte das so gewesen sein? Blödsinn.




__________________
Gott ist rund
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11.07.2011 19:39

ThunderBlaze
Tour-Sieger

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Dabei seit: 19.04.2005
Herkunft: Dresden
Fan von: Philippe Gilbert, Française des Jeux

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RE: Sicherheit im Profi-Radsport

Interessanter Vorschlag von Voigte:
Zitat:
. "In solchen Situationen, wenn es geregnet hat und die Straße extrem glatt ist oder wenn der Regen selbst die Sicht massiv einschränkt, wäre eine Safety-Car-Phase nicht schlecht. Da würde Tempo herausgenommen, und alle kämen gut durch", sagte Jens Voigt beim Medientreffen am Ruhetag.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,773675,00.html


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11.07.2011 19:42

oleradsport
Platzwart + Zeugwart

Dabei seit: 16.01.2005
Fan von: Einem Stadteil von FFM

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RE: Sicherheit im Profi-Radsport

Und wenn sich das Safety Car vors Feld setzen will, passiert sowas wie bei Flecha und Hoogerland... Krank


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11.07.2011 19:45

Ocaña
Whore Kategorie

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Dabei seit: 14.05.2006
Fan von: Guillaume Martin

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RE: Sicherheit im Profi-Radsport

Zitat:
Original von oleradsport
Und wenn sich das Safety Car vors Feld setzen will, passiert sowas wie bei Flecha und Hoogerland... Krank


So breit ist Cancellara nun auch wieder nicht.




__________________
"You can easily tell a Northener: he/she feels guilty doing nothing. Even doing nothing for them is programmed, labeled, and has to be learned using some Yoga instructor."
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11.07.2011 22:03

oleradsport
Platzwart + Zeugwart

Dabei seit: 16.01.2005
Fan von: Einem Stadteil von FFM

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RE: Sicherheit im Profi-Radsport

Zitat:
Original von Ocaña
Zitat:
Original von oleradsport
Und wenn sich das Safety Car vors Feld setzen will, passiert sowas wie bei Flecha und Hoogerland... Krank


So breit ist Cancellara nun auch wieder nicht.


Der ist das Safety Car großes Grinsen


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11.07.2011 19:48

ThunderBlaze
Tour-Sieger

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Dabei seit: 19.04.2005
Herkunft: Dresden
Fan von: Philippe Gilbert, Française des Jeux

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RE: Sicherheit im Profi-Radsport

Zitat:
Original von oleradsport
Und wenn sich das Safety Car vors Feld setzen will, passiert sowas wie bei Flecha und Hoogerland... Krank

Das Safety Car wäre das Jury Fahrzeug, du brauchst kein zusätzliches... Fahne schwenken sollte es ja genug signalisieren. Ich find die Idee nicht so übel.


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12.07.2011 08:25

mive
Neo-Selberfahrer

Dabei seit: 25.06.2004
Herkunft: Zugereister Pälzer

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RE: Sicherheit im Profi-Radsport

Interview mit Tony Martin u.a. zu Sicherheit, Stürzen:

http://www.sportschau.de/sp/tour2011/akt...in_20110711.jsp

Zitat:
Die schlimmen Stürze, vor allem gestern, sind nicht auf die Fahrweise der Fahrer zurückzuführen. Der erste Sturz ist in einer Linkskurve auf der Abfahrt passiert, die wirklich ganz schwer einzusehen war und sehr eng zugelaufen ist. Da liegt es eher an der Tourorganisation dort einen Polizisten mit einer Warnflagge hinzustellen oder zumindest mit einem Zeichen auf die Gefahr hinzuweisen.


Zitat:
Auf der anderen Seite ist die Tour es uns allen Wert, auch mal auf dem Boden zu liegen. In anderen Rennen würde ich bestimmt das ein oder andere Mal früher bremsen.


Zitat:
Es war eine ganz normale nervöse erste Tourwoche. Jeder will vorne fahren. Auch in engen Ortsdurchfahrten. Sie sollten mal die Sportlichen Leiter erleben, wenn sie ihre Fahrer hinten im Feld fahren sehen, weil einfach kein Platz mehr vorne ist. Da kriegt jeder Fahrer gesagt: 'Weiter vorne fahren! Weiter vorne fahren! Weiter vorne fahren!' Die Fahrer haben keine Chance.



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11.07.2011 15:07

Hansi.Bierdo
life is a road to roubaix

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Dabei seit: 18.11.2007
Fan von: meiner Ibanez

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RE: Sicherheit im Profi-Radsport

Das stimmt schon: Carbonfelgen, Nässe und gute Bremsen - choose two! volltrottel

Aber die Fahrer werden auch immer riskanter. Es wird immer öfter über Kreisel und Bordsteine gesprungen, hinter den Zuschauern auf Bürgersteigen etc. gefahren und die Abfahrten sind auch kein Kindergeburstag.

Trotzdem sollte der Veranstalter solche Kurven vielleicht anzeigen, oder über Funk ansagen lassen, es sei denn man hat Interesse an einem Favoritenausscheidungsfahren dieser Art. keine ahnung




__________________
If it's not on strava it didn't happen.
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11.07.2011 16:04

ThunderBlaze
Tour-Sieger

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Dabei seit: 19.04.2005
Herkunft: Dresden
Fan von: Philippe Gilbert, Française des Jeux

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RE: Sicherheit im Profi-Radsport

Solche Informationen stehen eigentlich auch in der Streckenbeschreibung, siehe Roadbook was die Teams bei allen Rennen erhalten, drin. Auch gibt es vor Rennstart ein Briefing mit der Organisation um eben solche Sachen zu erläutern.

Allerdings wenn ich sowas lese, frage ich mich ob einige Fahrer nicht selbst dran schuld sind:
Zitat:
Ich studiere vorher nie den Etappenplan. Ich schaue von Tag zu Tag, so habe ich das schon immer gemacht. Unser Sportlicher Leiter informiert mich noch früh genug, wenn für mich was drin sein sollte.

http://sport.t-online.de/andre-greipel-w...1754/index?news


Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von ThunderBlaze: 11.07.2011 16:05.

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11.07.2011 16:05

Piti
unregistriert
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RE: Sicherheit im Profi-Radsport

Carbonfelgen sind gleich in mehrerlei Hinsicht ein Risiko. Wenn sich ein Rad bei einem Zusammenstoß mit einem Hund (Burghardt) oder wenn ein Gegner drüberfährt (Cavendish) einfach zusammenfaltet, ist das Schrott. Wenn das Rad Bodenunebenheiten nicht ausfedert, wie es bei Hochprofilcarbonfelgen Normalität ist, ist das ebenfalls gefährlich. Wäre ich der Herr UCI, würde ich zunächst mal solchen konstruktiven Mist verbieten.

Felgen-Bremsenkombinationen so zu konstruieren, dass der Fahrer über den Lenker fliegt, wenn er richtig an der Vorderbremse zieht, sind schon lange kein technisches Problem mehr. Das nützt ja alles nichts, wenn bei Tempo 50 plötzlich ein Hindernis vor einem auf der Straße liegt.

Was ich bei der Sicherheitsdiskussion vermisse, sind Zahlen. Kann es statistisch untermauert werden, dass die Zahl folgenreicher Stürze in den letzten 20 Jahren zugenommen hat, oder ist das nur wieder eine Sensationsdiskussion? Kamikazefahrer und solche mit mangelhafter Radbeherrschung im Grenzbereich waren schon immer unterwegs.

Und wenn man Rennen wirklich sicherer machen will, sind Autobahnen, auf denen die Geschwindigkeit bei einem Sturz höher und die Aufmerksamkeit der Fahrer generell niedriger ist, vermutlich nicht die Lösung.


Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Piti: 11.07.2011 16:08.

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11.07.2011 23:43

Heinz Helfgen
Co-Kapitän

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Dabei seit: 12.04.2003
Herkunft: ursprünglich Allgäu, jetzt Hessen

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RE: Sicherheit im Profi-Radsport

Zitat:
Original von Piti
Was ich bei der Sicherheitsdiskussion vermisse, sind Zahlen. Kann es statistisch untermauert werden, dass die Zahl folgenreicher Stürze in den letzten 20 Jahren zugenommen hat, oder ist das nur wieder eine Sensationsdiskussion? Kamikazefahrer und solche mit mangelhafter Radbeherrschung im Grenzbereich waren schon immer unterwegs.


http://cyclocosm.com/2011/07/has-the-201...more-dangerous/
Interessanter Beitrag, der die Zahlen der bis zur 9. Etappe ausgestiegenen Fahrer bei der Tour seit 1997 vergleicht, dabei landet 2011 irgendwo im Mittelfeld. Kann man aber so oder so interpretieren...




__________________
"Papa, warum wackeln die immer so?"
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12.07.2011 08:55

Piti
unregistriert
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RE: Sicherheit im Profi-Radsport

Zitat:
Original von Heinz Helfgen
http://cyclocosm.com/2011/07/has-the-201...more-dangerous/
Interessanter Beitrag, der die Zahlen der bis zur 9. Etappe ausgestiegenen Fahrer bei der Tour seit 1997 vergleicht, dabei landet 2011 irgendwo im Mittelfeld. Kann man aber so oder so interpretieren...

Guter Fund. ziehe den hut

Auch ein Beispiel, wozu das Internet gut sein kann. Durch die (durchaus kritikwürdige) Analyse fühlt sich der Nächste angeregt, eine Analyse auf besserer Datenbasis zu machen: http://vandalarchitect.tumblr.com/post/7...-in-past-decade

Die diesjährige Tour fällt tatsächlich deutlich aus dem Rahmen, der Anteil der Sturzopfer liegt deutlich außerhalb der Standardabweichung. Andererseits ist für die Jahre 2002-2010 kein eindeutiger Trend zu einem größeren Risiko hin erkennbar. Was immer man nun daraus macht. tja....

Piti hat dieses Bild (verkleinerte Version) angehängt:
crash.gif




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14.07.2011 09:42

Donishäusle
E'richtige Schwarzwälder und zweifellos naiv.

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Dabei seit: 17.02.2003
Herkunft: Schwarzwald
Fan von: Dölerich Hirnfidler, Eric Moussambani

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RE: Sicherheit im Profi-Radsport

Zitat:
Original von Piti
Die diesjährige Tour fällt tatsächlich deutlich aus dem Rahmen, der Anteil der Sturzopfer liegt deutlich außerhalb der Standardabweichung. Andererseits ist für die Jahre 2002-2010 kein eindeutiger Trend zu einem größeren Risiko hin erkennbar. Was immer man nun daraus macht. tja....


Rein subjektiv konnte man das ja schon vermuten, wenn es sich nun in Zahlen ebenfalls andeutet sollte man da sicher genauer hinschauen. Meine Vermutungen wären:
Das schlechte Wetter führt in Verbindung mit den Carbonfelgen zu unkalkulierbaren Bremswirkungen, und das speziell diese Räder gerade in schnellen Abfahrten auch schneller sind, kann vielleicht jeder einmal ausprobieren der die Gelegenheit dazu hat.
Schmalere Strassen wirken auch verschärfend, vor allem deswegen, weil ich glaube, daß im Augenblichk so eine Art Eigendynamik entsteht. Jeder hat den Eindruck das es häufiger zu stürzen kommt, daher werden alle Fahrer von den DS nach vorne beordert, was dort die Gefahr erhöht, usw. ....
Weiterhin scheinen mir schon die Hierarchien im Feld zerbröselt zu sein. Wenn man sich heute überlegt das ein LA 7Jahre fast nie gestürzt ist, und schaut sich heute die Ausfallquote von RS an, dann hat sich da offensichtlich was verschoben.




__________________
Go funk yourself
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14.07.2011 09:45

Bugno
Chairman of the Bored

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Fan von: Gianni Bugno * Alessandro Petacchi * Nico Denz * Matej Mohoric * Iggy Pop

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RE: Sicherheit im Profi-Radsport

Es muss doch schon technisch möglich sein, ein ABS für ein Fahrrad zu bauen. Dann wären Stürze, wo beim Bremsen das Rad wegrutscht, schon einmal eliminiert. Auch die Notbremsung auf glattem Untergrund wäre dann möglich. Nachteil ist dadurch natürlich, dass dann noch später gebremst wird etc., und dass der Ausfall des ABS noch fürchterlichere Unfälle zu folge hat ... tja....




__________________
Die Welt gehört in Sprinterhände!
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31.03.2016 21:23

Pedalritter
unregistriert
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RE: Sicherheit im Profi-Radsport

Zitat:
Original von Bugno
Es muss doch schon technisch möglich sein, ein ABS für ein Fahrrad zu bauen. Dann wären Stürze, wo beim Bremsen das Rad wegrutscht, schon einmal eliminiert. Auch die Notbremsung auf glattem Untergrund wäre dann möglich. Nachteil ist dadurch natürlich, dass dann noch später gebremst wird etc., und dass der Ausfall des ABS noch fürchterlichere Unfälle zu folge hat ... tja....


Es gibt nichts, was es nicht schon gibt.

http://www.fahrradtest.de/index.php/340-...s-wuenscht.html


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14.07.2011 11:03

Papa Razzo
Immer positiv, nie getestet

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Fan von: Radsport ohne Additive

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RE: Sicherheit im Profi-Radsport

Zitat:
Original von Donishäusle
Meine Vermutungen wären:
Das schlechte Wetter führt in Verbindung mit den Carbonfelgen zu unkalkulierbaren Bremswirkungen...


Da geh ich voll mit, auch mit den Kork-Bremsbelägen oder den gelben Dingern von Swissstop sind Carbonfelgen bei Bremsmanövern im Nassen einfach biestig.

Zitat:
...und das speziell diese Räder gerade in schnellen Abfahrten auch schneller sind, kann vielleicht jeder einmal ausprobieren der die Gelegenheit dazu hat.


Die leichteren Laufräder lassen sich (wegen der geringeren rotierenden Masse) zwar leichter wieder auf Tempo bringen, etwa beim Rausbeschleunigen aus Serpentinen. Aber zugleich erlauben sie auch spätere Bremsmanöver, weil auch hier weniger Masse negativ beschleunigt werden muss. Hier wird die Bremsanlage also entlastet, dieses Argument ist daher in meinen Augen nicht schlüssig.




__________________
http://www.youtube.com/watch?v=kcu6B97A8sc
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14.07.2011 12:33

kuestentanne
Buten-Kieler

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Dabei seit: 05.08.2002
Herkunft: Stockholm
Fan von: THW KIEL

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RE: Sicherheit im Profi-Radsport

Vielleicht liegt´s ja auch an den fehlenden EZF und Prolog, so daß jeder Hinz und Kunz theoretisch ins Gelbe fahren könnte.
Gleich am Anfang ne schwere Bergetappe, gleich am Anfang der Etappe mit nem schönen HC Berg und die Sache wäre geordnet. Einige fliegen aus der Karenzzeit und gut ist´s.




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